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Druckluftklasse Lebensmittelindustrie: Was aktuelle Messdaten wirklich zeigen

Ein Kommentar zur ISO 8573-1 Praxisauswertung von MQV LABOR

Welche Druckluftklasse ist für einen bestimmten Produktionsbereich angemessen? Normativ lässt sich diese Frage über ISO 8573-1 klären – doch was in der Praxis tatsächlich erreicht wird, steht auf einem anderen Blatt. Genau hier setzt eine aktuelle Auswertung des Prüflabors MQV LABOR an, die auf 64 unabhängigen Messungen in der Lebensmittelproduktion des Jahres 2026 beruht.

Zwischen Norm und Realität

Auffällig an den Zahlen von MQV LABOR ist vor allem die Spannbreite bei der Partikelklasse. Zwar bewegt sich die überwiegende Mehrheit der Betriebe solide in den Druckluftklassen 3 und 4 – praxisnahe Werte für viele Anwendungen in der Lebensmittelproduktion. Doch fast jeder zehnte Messpunkt liegt oberhalb von Klasse 5. Für Produktionsbereiche mit direktem Produktkontakt ist das ein Befund, der Beachtung verdient: Eine erhöhte Partikelbelastung bleibt ohne regelmäßige Messung leicht unbemerkt.

Beim Drucktaupunkt fällt das Bild homogener aus. Der klare Schwerpunkt auf Druckluftklasse 4 lässt sich technisch gut erklären: Kältetrockner sind in der Branche Standard und liefern zuverlässig genau diesen Bereich. Wo ein negativer Taupunkt gefordert ist, etwa bei besonders feuchteempfindlichen Prozessen, zeigen die Daten von MQV LABOR zugleich, dass dafür in der Regel eine gezielte Erweiterung der Trocknungstechnik nötig ist – diese Klassen werden in der breiten Praxis nur selten erreicht.

Beim Ölgehalt schließlich bestätigt die Auswertung, was viele Betriebe in den vergangenen Jahren bereits investiert haben: Nahezu alle untersuchten Anlagen erreichen die höchste Druckluftklasse 1. Ölfreiheit ist in der Lebensmittelindustrie längst kein Kostenrisiko mehr, sondern gelebter Standard.

Warum belastbare Referenzwerte fehlen

Für viele Qualitätsverantwortliche war es bislang schwierig, eigene Messergebnisse einzuordnen: Liegt die eigene Anlage im Branchendurchschnitt oder deutlich darunter? Mit 64 Messpunkten aus der laufenden Praxis schließt MQV LABOR genau diese Lücke und liefert eine Datenbasis, die sich für Risikobewertungen, interne Audits und die Kommunikation mit Kunden oder Zertifizierern eignet.

Die vollständige Aufschlüsselung nach Druckluftklassen inklusive aller Werte ist bei MQV LABOR einsehbar: https://qualifizierung-validierung.de/iso-8573-1-druckluftklassen

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